Maden verderben den Abend

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Gestern versprach Ulf Hundeiker bei Twitter mit einzelnen Youtube-Videos: „Ich verderbe Euch den Abend!“

Und wahrhaft: die musikalischen Desaster, die Ulf dort versprach, konnten einem das Grauen lehren, auch wenn man es nicht sowieso schon wie ich ist und ständig durch „artifizielle Debilität“ in Mittelblond dem Grauen Einhalt gebietet.

So drängte ich mich frech mit meinem eigenen, äußerst peinlich falsch gesungenen Song, auch auf die „Verderbnis-Liste“, was Ulf mir spontan für später zusagte:

 

In meiner Suchsucht auf youtube stolperte ich nochmal über Ulfs Profil, der sich freak1972 nennt und sah mir brav fast alle Videos an.

Der Titel „Obst ist asozial“ reizte mich besonders, da ich mir gerne erklären lassen wollte, wie Obst den sozialdynamischen Status „asozial“ verdient hatte und natürlich musste ich bei Obst sofort eine semantische Relation zu meinen wurmfreien Bananen ziehen, die ich als favicon kultiviere und die den eigentlichen Content meiner Seite darstellen.

 

So durfte ich auf dem Video „Obst ist asozial“ erfahren, dass sozialverträgliches Frühableben mittels Obstzuführung behindert wird.

Sollte ich mir nun Gedanken um ein sozialverträglicheres Favicon als die Banane machen?

Und wenn ich mein Favicon mit dem eines Totenschädels austausche – inwieweit ist dadurch die Frühablebigkeit [grätzliches Wort] gesichert?

Ulf plädiert in seinem Video „Obst ist asozial“ für vermehrtes Verzehren von Steaks, was die Mortalitätsrate erhöhe.

Spräche es dann gegen jede „political correctness“, wenn ich die asoziale Banane gegen einen Totenschädel tausche, der induktiv zum vorzeitigen Versterben verführte?

In seinem Weblog verspricht Ulf dann erneut:

http://weblog.hundeiker.de/item-8406.html

Ich verderbe Euch den Abend!“, wogegen ich mich zutiefst wehre, denn eigentlich macht er uns die Bananen madig – und das kann schließlich ein Blog nicht dulden, der sich mit seiner madenfreien Qualität rühmt… denn Maden verderben auch abends Bananen…

Über sabine puttins

Weißt Du, geliebter Dämon, dass ich eine fiese Kröte bin, die sich von
Echsenschleim ernährt? Dass ich ständig auf der Suche nach frischem
Natternblut bin und dann noch den Anspruch stelle, es möge Deine –
Gramborns – ureigenste Lust darin stecken?

Dämon, ich nenne Dich nun Gramborn, seit ich den ersten Schmerz meines Lebens erfuhr – und der war das helle und schmerzhafte Licht, das ich erblickte, als mich eine fette Hebamme von der Nabelschnur meiner Erzeugerin riss. Nichts – kein Schmerz in meinem Leben – verursachte derartige Pein wie dieses Reißen und Absäbeln von einem anderen Menschen. Ich wehrte mich, ich wollte nicht in die grauenvolle Welt, in der mich nur Leid erwartete. Wohl wusste ich genau, dass diesem Trennungsschmerz viele weitere folgen würden: das gesamte, grässliche Leben würde eine Abfolge…….
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Ich wollte nicht raus aus meiner Wasserwelt, weigerte mich strikt, mich von dort auch nur einen Millimeter zu rühren. Aber die fette Hebamme kannte keine Gnade, zog und zerrte an mir, als meine Erzeugerin mich hinauskatapultierte in all die Grausamkeiten. Sie zerrte derart an mir, dass mein Sträuben keinen Erfolg hatte, riss mich in das Licht und von der Nabelschnur. Zur Strafe meines Ungehorsams und meiner Vehemenz, nicht weichen zu wollen, schlug sie mir derb auf mein Hinterteil. Ich war über und über mit Blut besudelt. Soviel Blut um mich herum erlebte ich später nur noch ein einziges Mal: Als mich unter eine Theke duckte, um einem 9-mm-Dumm-Dumm-Geschoß zu entgehen. Das Geschoss traf den Rocker mit der Hell´s-Angels-Kutte hinter mir und zersplitterte seinen Schädel derart, dass Fetzen seines Hirns sich mit Resten halbleerer Biergläser in der Spüle vermischten und andere (weniger wichtige Hirnareale?) auf mein T-Shirt spritzten. Jedenfalls hatte ich von dieser „körperlich-geistigen Vereinigung
“ keinen Nutzen, außer den, dass ich nicht getroffen wurde.

Das Blut quoll aus der zerrissenen Nabelschnur und Blut war der erste Geschmack, den ich empfand. Dieser Geschmack sollte der meines Lebens werden, er begleitete mich, er ließ mich nach meinem Dämon und Natternblut lechzen, nach nie erfüllbaren Wünschen, die sich damals manifestierten.

Vor Angst über all dieses verschmierte Blut in mir und um mich herum, blieb mir nichts anderes übrig, als einen qualvollen, lauten Schrei von mir zu geben, der die Schreie des Kreißsaales lauthals übertönte. Mein Schrei erschütterte die Manifeste des Krankenhauses und einen kurzen Augenblick lang stand die Zeit still. Ich dachte, naiv, wie ich war, ich könnte sie für ewig anhalten, allem Einhalt gebieten und mir und der Welt das Leid ersparen, aber es gelang mir nur für einen Pico-Bruchteil einer Zeiteinheit – danach war es um mich geschehen!

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