VERZWEIFLUNG

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Es gibt Tage der Verzweiflung, die sich kumulierend aneinanderreihen:

Ein Schreckgespinst jagt das nächste: gerade ist die Tortur des einen Kampfes überwinden, schon kündet sich der nächste, noch härtere Kampf an…

Stalker

So entwickelt sich eine neue weibliche Bekanntschaft, mit der man anfänglich lacht und eine gleiche politische Gesinnung hat, mit der man sich kommunikativ austauscht, gemeinsam speist und herumalbert, schnell – nachdem man diese freundlich auf einige (strafrechtlich relevante) Fehler in ihrem Verhalten hinweist (es handelt sich dabei keineswegs um eine „kriminelle Person“) –  zu einer Stalkerin mit hysterischen Persönlichkeitsmerkmalen, die einen terrorisiert…

Man verweist die Stalkerin mehrmals freundlich wegen ihrer Übergriffe gegen einen selber und eine demenzerkrankte Person, für die man Fürsorge trägt, schriftlich, jedoch nehmen die Attacken zu (Störanrufe an den Anschluss der Demenzerkrankten rund um die Uhr, extremste, schriftliche Beleidigungen, Irreführung u.a. des Pflegedienstes der Demenzerkrankten, für die man Fürsorge trägt in seinem Namen, etc.), bis man eine Anzeige aufgibt, in der u.a. die mindestens 2-3 Seiten langen, derbsten Beschimpfungen mitsamt seiner eigenen, sachlichen Antworten und Hinweisen auf Unterlassung enthalten sind. Man weist die Stalkerin mehrmals darauf hin und richtet eine anruferspezifische Sperre ein. Jedoch nehmen danach die – insbesondere nächtlichen – Störanrufe auf den Anschluss der demenzerkrankten Person zu, da dieser sich aufgrund veralteter Technik nicht selektiert sperren lässt.

Die Stalkerin erstattet eine „schützende Gegenanzeige“ wegen Beleidigung ohne genaue Spezifikation der Beleidigung, die nie von einem getätigt wurde und es kommt ein Anhörungsbogen der Polizei als Beschuldigte zu einem ins Haus geflattert. Die Beweise für seine eigenen, angeblichen Beleidigungen braucht die Stalkerin dabei nicht der Polizei vorzulegen: es reichen mündliche Angaben.

Die Stalkerin, deren Rufnummern man der Polizei weitergegeben hat, setzt ihre Störanrufe und Beleidigungen nun unter neuer Rufnummer fort und man ist nun selber Beschuldigte aufgrund ihrer Anzeige unter Angabe falscher Tatsachen.

Letztlich ist natürlich alles nachweisbar, erfordert jedoch einen enorm zeitfressenden Aufwand mit Verfassen der Anzeigen, exportierender sowie gelabelter Dokumentation des Gesprächsverlaufes vom Smartphone auf den PC – und letztlich zerren die anhaltenden Störanrufe auf den Anschluss der Demenzerkrankten an den Nerven, auch wenn man diesen zeitweise stilllegt.

 

Ärzte & Justiz

Oder ein (stationärer) Chefarzt, der für Demenzerkrankungen einer nahen Verwandten, für die man die Fürsorge übernommen hat, empfohlen wird, behandelt diese erst mit für sie tödlichen Medikamenten (Verwandte hat überlebt) und beantragt danach die Heimunterbringung der nahen Verwandten, obwohl die Betreuung juristisch geklärt ist durch die „Fürsorgeregelung“ in Form einer Vorsorgevollmacht.

Die (verblendete) Justiz prüft diesen Antrag und bearbeitet ihn – trotz der Bestätigung der städtischen Vormundschaftsstelle, dass alles bestens heimisch geregelt sei. Die Angelegenheit wurde dem Rechtspfleger übergeben, der (beim Vormundschaftsgericht) lediglich eingeschaltet wird, wenn den betreuenden Angehörigen die Vollmacht entzogen werden soll: dazu bedarf es keiner besonderen Begründung und ein Widerspruch oder Einspruch dagegen seitens des Fürsorgers, dem die Vorsorgevollmacht entzogen wurde, ist nicht möglich.

So argwöhnt der Fürsorger, dass generell dergleiche Vollmachten „Makulatur“ sind und/oder dass eine gewisse Hörigkeit seitens der Justiz gegenüber „gottgleichen Weißbekittelten“ besteht, denn letztlich bedarf es in dergleichen Fällen nur eines Arztes, der der Justiz Recht diktiert.

Die Ärztekammer braucht zur Bearbeitung einer Beschwerde mindestens ein Jahr, in dieser Zeit darf man nicht strafrechtlich gegen den Arzt vorgehen.

Will man dennoch gegen den Arzt mit einer Anzeige vorgehen, so muss man selber die Anwaltskosten und die Gutachten, die sonst die Ärztekammer kostenlos erstellt, tragen.

Die Demenzerkrankte war über 50 Jahre bei keinem Arzt und es bedurfte extremen Drucks seitens Nachbarn, der städtischen Betreuungsstelle und einem selber, um sie zu einem Arztbesuch zu bewegen, was jedoch klappte.

Als man den neuen Arzt der Demenzerkrankten, der sie 2 x 5 Minuten untersuchte auf die tödliche Medikation des (Burschenschafts?)-Kollegen hinwies, entgegnete dieser, dass das tödliche Medikament jedoch ausnahmsweise bei starken Schizophrenien eingesetzt werden darf, was man natürlich selber bereits wusste:

Jedoch war keineswegs eine Schizophrenie, sondern lediglich die Demenz diagnostiziert.
Nachdem man den Arzt darauf hinwies, schaute dieser in dem ihn seit 2 Wochen vorliegenden Arztbericht des Kollegen, fand natürlich nicht die mangelnde Indikation der Schizophrenie und verließ türknallend das Behandlungszimmer, ohne sich zu verabschieden, als man eine Fehlbehandlung durch Fehlmedikation argwöhnte. („Krähen-Manier“?)

Finanzamt

Dann flattert noch eine Mahnung vom Finanzamt für uralte, pflichtige Zahlungen der demenzerkrankten Verwandten ins Haus, auf der eine Telefon- sowie Faxnummer  als Kontakt angegeben ist.

–> Anm.: Seit über 20 Jahren habe ich kein Faxgerät mehr, weil sich diese Form der Kommunikation nicht „durchgesetzt“ hat!

Nach dem ersten Anruf beim Finanzamt, die für diese „Mahnposition“ den scheinbar bissigsten Mitarbeiter (aka „böser Wolf“) „einquartiert“ haben und der die sofortige Zahlung – sonst Pfändung – verlangt, schickt man via Web ein Fax, dessen Eingang bestätigt ist: nur der Mitarbeiter (böse Wolf) findet das Fax nicht und sagt, die Verteilung dauere Tage im Hause…

–> Ist es Sinn eines Faxbetriebes, dass eine Zustellung mehrere Tage dauert?

Zwischenzeitlich erkrankte noch ein – über alles geliebtes – Haustier und man musste sich in einer Notfallklinik 3 Stunden bis zur (rettenden) Behandlung gedulden.

Krankenkassenzuständigkeitschaos

Man erfährt dann von der Krankenkasse der über 80-Jährigen, die Pflegestufe 1 + Demenzzuschlag bewilligt haben, dass diese nur für die Hälfte der Pflegeleistungen aufkommen, weil von dem vor über 50 Jahre verstorbenen Ehemann der Demenzkranken ein Beihilfeanspruch, der nur im Pflegefall in Kraft tritt, besteht. Also muss man erneut bei der Krankenkasse der Verwandten die Bewilligungsbescheinigung beantragen, weil zwischenzeitlich die Verwandte während des Besuches in der Notfallklinik alle greifbaren Unterlagen durchschnüffelt hat, an sich genommen und versteckt hat, wovon sie nichts mehr weiß. Versehentlich war die Bewilligung der gesetzlichen Krankenkasse – zur aktuellen Bearbeitung, als der Haustiernotfall eintrat – nicht demenzsicher verschlossen. Natürlich ist es eine „maxima culpa“, dass man das vergaß, als das Tier vor Schmerzen zitterte.

Da man zur Taktik der Validierung statt Tadel im Umgang mit der dementen Verwandten übergegangen ist, übergeht man schlichtweg diesen „Übergriff“.

Diese erneut angeforderte Bewilligungsbescheinigung sendet man dann – nach x Telefonaten beim Landesamt für Besoldung und Versorgung (LBV) an die „Scanstelle Detmold“, wo diese bearbeitet und (zurück)delegiert wird. Da die Beihilfestelle grundsätzlich nicht „a conto“ leistet, muss man nun jeden Monat die Abrechnungen des Pflegedienstes dort einreichen, um die restlichen 50 % der Pflegekosten nachträglich erstattet zu bekommen (auch die an den Pflegedienst),weil die Pflegesachleistungen jeweils separat und einzelfallgeprüft abgerechnet werden müssen.

Pflegedienst

Ein Verzicht auf den Pflegedienst ist jedoch unerlässlich, da die Vewandte sich nur widerwillig „waschen lässt“, selber GAR KEINE Körperhygiene betreibt und da auch die „Waschungen des Pflegedienstes“ nur nach riesigem Spektakel unter jeweiliger Androhung sonstiger Heimunterbringung möglich sind. Währenddessen schreit die Verwandte lauthals vor angeblichen Schmerzen.

Da die Verwandte teils auch Hilfe beim Ankleiden braucht, schreit sie auch dabei, wenn man selber ihr leicht und so zart wie möglich die Socken überstreift oder die Schuhe zubindet. Sie ist EXTREM schmerzsensitiv und verträgt nicht mal ein leichtes Antippen. Wenn ihr z.B. ein Glas auf den Fuß fällt, hört man das Geschreie mindestens bis zu 50 Meter weit nahezu über Stunden.
Deshalb verwendet man erneut die Validierungstaktik und versucht, ihr geduldig eher passiv zur Seite zu stehen und ihre (FAKTISCHE!) Gelenkigkeit zu loben und sie zum eigenen Ankleiden anzuregen, was funktioniert.

Auch beim (sanften und vorsichtigen) Schneiden der Fingernägel, weint sie ohne Unterlass, auch wenn man ihr dabei keineswegs ins Fleisch schneidet und stetig gut zuredet, dass das Horn der Fingernägel keine schmerzenden Nervenenden hat. Nach 3 – 4 geschnittenen Fußnägeln erkennt sie manchmal den Wahrheitsgehalt seiner Angaben.

Ich denke nicht, dass bei einer dergleichen Sensitivität eine Unterbringung in einem Heim, wie von dem Arzt, der sie mit tödlichen Medikamenten behandelte und von ihm bei der Justiz beantragt wurde, ein angemessener Ort ist. Ich denke ebenfalls nicht, dass die dortigen Pfleger eine halbe bis eine Stunde für das Schneiden der Fußnägel erübrigen können.

Gleichwohl ist nun die Justiz bestrebt, dem Fürsorger via Einrichtung einer Kontrollbetreuung die Vorsorgevollmacht zu entziehen, damit die Seniorin, die sich (Zeit ihres Lebens und auch heute noch klar artikuliert) klar gegen ein Heim ausspricht, wie auf youtube ersichtlich ist, in einem Heim untergebracht wird:

Jedoch muss man auch das komplette Haus HEIMLICH nach wurmbehafteten Obst in irgendwelchen Ecken absuchen oder Wurst, die über Verfalldatum ist, schnell und unbemerkt wegschmeißen, was sich jedoch problemlos erledigen lässt.

Die leicht demente Frau würde selber sonst selber alles auch mit dickem Schimmelpelz essen und weint laut und lange, wenn sie einen dabei ertappt. Ein „Nicht-Ertappen“ entzieht sich ihrer Wahrnehmungsreichweite, da das Obst oder die Wurst teils schon vor vielen Wochen in Ecken versteckt wurden und klappt hervorragend.

Auch Kartoffelschalen oder Obstabfälle muss man stets schnell heimlich ordnungsgemäß entsorgen, da die Verwandte sonst diese im Vorgarten vergräbt, was Ratten anlockt und weshalb bereits das Ordnungsamt vor Ort war.
An die Ermahnung des Ordnungsamtes oder von Nachbarn kann die Seniorin sich natürlich nicht mehr erinnern, zum Glück vergisst sie jedoch auch das schnelle Verschwinden der Kartoffelschalen. Da die Verwandte überwiegend nachtaktiv ist, entwickelt sich deren Aufsicht manchmal bis zu einem 20-Std.-Job täglich.

 

Nachbarn

Kürzlich (gestern) scharten sich aufgebrachte Nachbarn um das Haus der nahen Verwandten, die man fürsorgerisch betreut und für die man sich ein Bein ausreißt, um sie vor der avisierten, drohenden Heimunterbringung zu bewahren, weil man selber laut wurde, als sie Hochschulzeugnisse und andere elementare Dokumente, Zahnbürste, Zahnpasta sowie andere Hygieneartikel oder sonstige Unterlagen an sich nahm und versteckte.

Aufgrund der Demenz ist ihr natürlich 2 Minuten später der Ort des Verstecks entfallen und es verbleiben 140 qm über 4 Etagen zum längerfristigen Suchen.

Natürlich ist das laute Gebrülle unverständlich und unverzeihlich und situationsbedingt auch unangepasst. Entschuldigend kann auch keineswegs die vorgenannte Kumulation der Ereignisse betrachtet werden und in Schutz nehmend verweist die Demenzkranke die aufgebrachten Nachbarn höflich darauf hin, dass man zuviel Cola trinke, den ganzen Tag rauche und faulenze und sich um nichts kümmere.

Auch weist sie gerne andere auf den einst prekären Gesundheitszustand des Vorsorgebevollmächtigten vor rund 20 Jahren während eines Komas hin, allerdings rückt diese scheinbar dauerhaftend gebliebene Erinnerung an Beatmungsgeräte, externen Herzschrittmacher und Ernährungsschlauch in ihren Erzählungen stets in die nähere Vergangenheit. Jedoch hat die Verwandte sich auch damals vehement gegen das von Ärzten geplante Abschalten der lebenserhaltenden Maßnahmen gewehrt und nun erscheint es dem Fürsorger nicht nur eine ethische Pflicht, die Verwandte vor der Heimunterbringung zu bewahren.

Die Nachbarn sind nun aufgrund der Beschwerde der Demenzkranken entsetzt und man selber ist der „böse Buhmann“.

Die Seniorin weiß am nächsten Tag jedoch noch von der aufgebrachten Nachbarschaft vor dem Haus und von dem auslösenden, lauten Gebrülle:

Gravierende Ereignisse entwickeln (cerebrale) Haftbarkeit. 😉

Jedoch hatte die betagte Verwandte am nächsten Morgen scheinbar just vergessen, dass man selber am besagten Abend unter herzinfarktähnlichen Symptomen litt, wie Herz- und Rückenschmerzen, starker Übelkeit, einem komplett tauben linken Arm und starker Luftnot, wegen derer sie einem einen Tee anbot.
Mit Sicherheit sind diese Symptome keineswegs auf eine physische Ursache zurückzuführen, da man selber seit Überleben des eigenen Todes durch Reanimation und anschließenden Komas vor rund 20 Jahren keinerlei Gebrechen mehr aufwies und die eigene Krankenakte (Ausn.: Zahnarzt) seitdem blütenreinweiß ist.

Scheinbar muss es sich dabei um eine neurotische Überreaktion handeln, auch wenn der taube, linke Arm sowie ein leichtes Stechen im linksseitigen Brustkorb verbleibt. Zur Stressreduzierung erwägt man dann, das Rauchen und Cola-Trinken aufzugeben und sich ggf. autogenem Training hinzugeben, sofern die Umstände 2-15 Minuten Ruhe in seinem bis zu 20 Stunden währenden täglichen Ablauf zulassen.

Man überlegt vage, ob man den hilfsbereiten Nachbarn nicht die Übernahme seiner „Tätigkeit“ bzw. „Faulenzerei“ anbietet, die diese sicher gerne übernähmen und man den (hoffnungslos scheinenden) „Kampf“ aufgibt, um in in Berlin adäquat nach dem Betritt in „Die Linke“ dem (kurzen?) Rest seines Lebens zu frönen und übermittelt dennoch den freundlichen Nachbarn ausgedruckte Versionen dieser Darstellung zwecks Situationserklärung.

Am nächsten Tag trifft man die Nachbarn, die der der Begutachtung durch die Betreuungsstelle hinzugezogen wurden (für erhöhte Objektivität) und die einen dann für überfordert halten und es für sinnvoll halten, dass man die Betreuung abgibt.

Man befürchtet, dass diese den „Kampf“ als Resignation ansehen und wirft diesen Nachbarn in einem Telefonat kurz danach das eigene „Verstecken“ und Meiden jeglicher Arztbesuche eines wesentlich schlimmer von Demenz betroffenen Angehörigen vor, der einst selber bei der Justiz als Richter tätig war und ersucht um Verständnis für die Inanspruchnahme von Ärzten, kritisiert schlichtweg das System und gibt an, dass man ihren eigenen Fall (demenzkranker Richter) als Negativbeispiel – anonymisiert – der Justiz mitgeteilt habe.

Da die Nachbarn von der Betreuungsstelle beauftragt wurden, sich bei etwaigen Unregelmäßigkeiten zu melden, befürchtet man jetzt Schutzdenunzierungen seitens der beauftragten Nachbarn, die die Würde des hochgradig demenzerkrankten Verwandten wahren wollen, der kaum mehr in der Lage ist, zwei folgerichtige Sätze zu bilden.
Man hegt aufgrund der kürzlichen Ereignisse durchaus Verständnis für diese Haltung, verbittet sich jedoch den Vorwurf, dass Hifeersuchen als Hilflosigkeit gewertet wird und diese Darstellung hier als Resignation.

Wirklich interessiert das ganze „Vollzeittheater“ niemanden, jeder hat schließlich weitaus gravierendere Probleme als man selber – also schreibt man sich den ganzen „Bockmist, den das Leben so verursacht“ einfach in seinem Blog von der Seele – in der Hoffnung, dass all diese belanglosen Unsäglichkeiten durch die Endverwurstung im „Verwurstungsinsti-PUTT“ins entitäre Datennirwana aufsteigen, um dort zu „verpuffen“.

Während all diesen Dauerspektakulums, das sich als Habitus etabliert hat, erledigt man noch „nebenher“ Textaufträge – z.B. mit einem Umfang von 10.000 Wörtern in höchst kreativer Manier in seiner Freizeit und bewahrt gute Freunde, die man seit 30 Jahren kennt, mit Rat und Tat aktiv und beratungsintensiv vor Fehlschritten.

 

Sonst ist alles in Ordnung – und „frei nach der Mär´Quell“:

WIR SCHAFFEN DAS!!!

Zur Erleichterung des Schaffens schafft man sich (für unter 60 €uronen) dann ein eigenes Naherholungszentrum, doch der Wettergott schafft es, dieses sonnige Ansinnen zu negieren: 21.07.16 - pool

Anm.: Dieser Artikel wurde bewusst sachlich und emotionslos von mir verfasst und lediglich sanft mit einigen, wenigen realsatirischen Spitzen „beträufelt“.
Natürlich stehe ich der Angelegenheit keineswegs so kühl gegenüber, wie dargestellt und hege Emotionen der „Demenzerkrankten“ gegenüber. Und natürlich rege ich mich (innehaltend) furchtbar über das Gebaren der „schlachtenden Mediziner“ (im „Traktat der Würde“ vor wenigen Tagen) auf – aber jegliche Emotionen haben mit dem gesamten, komplexen Sachverhalt NICHTS zu tun. Es schmerzt, dem geistigen Verfall der „Ersatzmutter“ zusehen zu müssen, ich bemühe mich auch um einen verständigen und liebevollen Umgang mit Wertschätzung der verbliebenen Kompetenzen durch viel Lob –

aber manchmal, manchmal da dringt ein Wutkern der Unverständnis und Ohnmacht versehentlich in die synaptische Kohärenz – und hört im Herzen auf zu sein… („Frei geänderte Adaption nach R.M. Rilke „Der Panther“ [mein Lieblingsgedicht])
„Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.“

Über sabine puttins

Weißt Du, geliebter Dämon, dass ich eine fiese Kröte bin, die sich von Echsenschleim ernährt? Dass ich ständig auf der Suche nach frischem Natternblut bin und dann noch den Anspruch stelle, es möge Deine - Gramborns - ureigenste Lust darin stecken? Dämon, ich nenne Dich nun Gramborn, seit ich den ersten Schmerz meines Lebens erfuhr - und der war das helle und schmerzhafte Licht, das ich erblickte, als mich eine fette Hebamme von der Nabelschnur meiner Erzeugerin riss. Nichts - kein Schmerz in meinem Leben - verursachte derartige Pein wie dieses Reißen und Absäbeln von einem anderen Menschen. Ich wehrte mich, ich wollte nicht in die grauenvolle Welt, in der mich nur Leid erwartete. Wohl wusste ich genau, dass diesem Trennungsschmerz viele weitere folgen würden: das gesamte, grässliche Leben würde eine Abfolge....... . . . Ich wollte nicht raus aus meiner Wasserwelt, weigerte mich strikt, mich von dort auch nur einen Millimeter zu rühren. Aber die fette Hebamme kannte keine Gnade, zog und zerrte an mir, als meine Erzeugerin mich hinauskatapultierte in all die Grausamkeiten. Sie zerrte derart an mir, dass mein Sträuben keinen Erfolg hatte, riss mich in das Licht und von der Nabelschnur. Zur Strafe meines Ungehorsams und meiner Vehemenz, nicht weichen zu wollen, schlug sie mir derb auf mein Hinterteil. Ich war über und über mit Blut besudelt. Soviel Blut um mich herum erlebte ich später nur noch ein einziges Mal: Als mich unter eine Theke duckte, um einem 9-mm-Dumm-Dumm-Geschoß zu entgehen. Das Geschoss traf den Rocker mit der Hell´s-Angels-Kutte hinter mir und zersplitterte seinen Schädel derart, dass Fetzen seines Hirns sich mit Resten halbleerer Biergläser in der Spüle vermischten und andere (weniger wichtige Hirnareale?) auf mein T-Shirt spritzten. Jedenfalls hatte ich von dieser „körperlich-geistigen Vereinigung “ keinen Nutzen, außer den, dass ich nicht getroffen wurde. Das Blut quoll aus der zerrissenen Nabelschnur und Blut war der erste Geschmack, den ich empfand. Dieser Geschmack sollte der meines Lebens werden, er begleitete mich, er ließ mich nach meinem Dämon und Natternblut lechzen, nach nie erfüllbaren Wünschen, die sich damals manifestierten. Vor Angst über all dieses verschmierte Blut in mir und um mich herum, blieb mir nichts anderes übrig, als einen qualvollen, lauten Schrei von mir zu geben, der die Schreie des Kreißsaales lauthals übertönte. Mein Schrei erschütterte die Manifeste des Krankenhauses und einen kurzen Augenblick lang stand die Zeit still. Ich dachte, naiv, wie ich war, ich könnte sie für ewig anhalten, allem Einhalt gebieten und mir und der Welt das Leid ersparen, aber es gelang mir nur für einen Pico-Bruchteil einer Zeiteinheit - danach war es um mich geschehen!
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