Plattform für Online-Irre

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Partnersuche per Internet

Partnersuche per Internet – frustrierende Angelegenheit, gefährliches Unternehmen oder moderne Art und Weise des Kennenlernens?

Partnersuche per Internet – eine zeitgemäße Form des Kennenlernens oder Tummelplatz für psychisch Kranke?

Ein kürzlicher Bericht über die Erfahrungen einer früheren Studienfreundin von mir mit Partnerbörsen im ZDF und ihre dargelegte Offenheit zu diesem Thema veranlassten mich jetzt, ebenfalls darüber zu berichten – mit „historischer“ Retrospektive…

Meinen Ex-Ehemann und einen Haufen „durchgeknallter“ E-Technik-Studenten lernte ich 1986/87 per DFÜ (~> Mailboxen) kennen, wo ich damals als einziger weiblicher User mein Unwesen trieb, indem ich beispielsweise die leicht meist zu erratenen Passwörter der „Mit-Chatter“ der Mailbox knackte, ihren Account übernahm (kurzfristig ~ bis Sysopa vom Passwort-Bestohlenen das Leid vorgeheult wurde) und in fremder Namen meine Nonsensdiversifikationen verbreitete – untermauert von in männerfeindlicher Attitüde vorgetragenen Hass-Tiraden, die in exakt diesem Medium auf regen Widerstand stießen. Aus diesen Reaktionen und dieser Gegenwehr entstanden teilweise witzige Postings. Die relativ beschauliche Größe der Anzahl der „DFÜ[Internet]-Nutzer“ ließ sich dann 1-2 Mal im Monat live in einer Kneipe beim „Usertreff“ bestaunen…

Mein Ex-Ehemann und ich mailten uns derzeit in selbstverquirxten Chiffren, die eine vage Ähnlichkeit zu Hexadezimalcodes hatten, ellenlange Briefe zu, bis wir bei einem der besagten Usertreffen Funken und Feuer sprühten und reigentanzend umeinander herhüpften: #

{CONNECT: ♥}

Da dieser CONNECT nicht für die Ewigkeit konstruiert war, trennten wir uns Ende des letzten Jahrtausends – in Freundschaft und ohne Groll.

Nun, frisch im neuen Jahrtausend und mit neuer Stelle in neuem Wohnort meldete ich mich bei friendscout an… traf 2 Männer – und der dritte war es dann (für eine Zeit lang). Es folgte mein Koma und „Knock-out“ und erst 2008 verliebte ich mich in den Mann, dem dieser Blog gewidmet ist. Pünktlich zum theatralisch hochbeschworenen Weltuntergangstag am 20.12.2012 beendete er diese Liaison.

Nun tummle ich mich seitdem in zwei oder drei Partnerbörsen herum…Die Erfahrung nach 7 Wochen voller Schmerz und Leid um die für immer verlorene Liebe zeigt, dass es relativ einfach ist, seinen Bekannten-/“Freundes“kreis zu erweitern… fraglich ist allerdings, ob es einem wert ist, derartige Bekanntschaften zu pflegen?

Dates, in denen Frauen sofort und am besten an Ort und Stelle „in die Büsche“ zwecks Befriedigung der Lust gezogen werden (sollen), sind scheinbar die Regel… ? Logisch, da sich in Zeiten der Rezession die Sparwelle als erstes dort bemerkbar macht, wo günstig bzw. kostenfrei Ersatz gefunden werden kann: durch Sparen des Bordellbesuchs.

Nun lasse ich mich keineswegs auf Gestrüpp, Büsche oder ONS ein, wobei einige auch unter diesen restriktiven Voraussetzungen nicht die Pfoten bei sich halten können (da war unser Hund besser erzogen als so manch von “Liebestollheit” geplagtes Date). Schlimmer noch als die Pfotentatscherei kommt mir manchmal jedoch das nach pavlovschen Muster Geifer sabbernde Tropfen aus dem Maul vor…

Andere, ernsthaft einscheinende „Kandidaten“ entpuppen sich als verheiratet, psychopathisch, pervers, abgrundtief hässlich oder behindert.

So gedenke ich nun ernsthaft, die “Erfahrungswerte” zu sammeln und hier zu publizieren – ganz im Sinne der vor 2 Jahren deklarierten Postprivacy-Stats. Wen es interessiert… wen nicht, der interessiert sich halt nicht…

Da erscheint es am angebrachtesten, diese Dating-Plattformen als das zu nutzen, wozu sie genutzt wird: den Seiten ein Maß an Erträglichkeit zu gewähren als sinnlosen Zeitvertreib, der sich bestens bei bestehenden Prokrastinationsgelüsten missbrauchen lässt.
Und die Folgerung: Lässt sich so mancher von meinem lieblichen Lächeln gar blenden, so ahnt er nicht das düstere Mephistophelische, das an mir klebt und stets die bösartigen Sinne belebt, um so ganz und gar der Sublimation ergeben, lass´ ich andere „miterleben“ ;-)

 

Über sputtins

Weißt Du, geliebter Dämon, dass ich eine fiese Kröte bin, die sich von Echsenschleim ernährt? Dass ich ständig auf der Suche nach frischem Natternblut bin und dann noch den Anspruch stelle, es möge Deine - Gramborns - ureigenste Lust darin stecken? Dämon, ich nenne Dich nun Gramborn, seit ich den ersten Schmerz meines Lebens erfuhr - und der war das helle und schmerzhafte Licht, das ich erblickte, als mich eine fette Hebamme von der Nabelschnur meiner Erzeugerin riss. Nichts - kein Schmerz in meinem Leben - verursachte derartige Pein wie dieses Reißen und Absäbeln von einem anderen Menschen. Ich wehrte mich, ich wollte nicht in die grauenvolle Welt, in der mich nur Leid erwartete. Wohl wusste ich genau, dass diesem Trennungsschmerz viele weitere folgen würden: das gesamte, grässliche Leben würde eine Abfolge....... . . . Ich wollte nicht raus aus meiner Wasserwelt, weigerte mich strikt, mich von dort auch nur einen Millimeter zu rühren. Aber die fette Hebamme kannte keine Gnade, zog und zerrte an mir, als meine Erzeugerin mich hinauskatapultierte in all die Grausamkeiten. Sie zerrte derart an mir, dass mein Sträuben keinen Erfolg hatte, riss mich in das Licht und von der Nabelschnur. Zur Strafe meines Ungehorsams und meiner Vehemenz, nicht weichen zu wollen, schlug sie mir derb auf mein Hinterteil. Ich war über und über mit Blut besudelt. Soviel Blut um mich herum erlebte ich später nur noch ein einziges Mal: Als mich unter eine Theke duckte, um einem 9-mm-Dumm-Dumm-Geschoß zu entgehen. Das Geschoss traf den Rocker mit der Hell´s-Angels-Kutte hinter mir und zersplitterte seinen Schädel derart, dass Fetzen seines Hirns sich mit Resten halbleerer Biergläser in der Spüle vermischten und andere (weniger wichtige Hirnareale?) auf mein T-Shirt spritzten. Jedenfalls hatte ich von dieser „körperlich-geistigen Vereinigung “ keinen Nutzen, außer den, dass ich nicht getroffen wurde. Das Blut quoll aus der zerrissenen Nabelschnur und Blut war der erste Geschmack, den ich empfand. Dieser Geschmack sollte der meines Lebens werden, er begleitete mich, er ließ mich nach meinem Dämon und Natternblut lechzen, nach nie erfüllbaren Wünschen, die sich damals manifestierten. Vor Angst über all dieses verschmierte Blut in mir und um mich herum, blieb mir nichts anderes übrig, als einen qualvollen, lauten Schrei von mir zu geben, der die Schreie des Kreißsaales lauthals übertönte. Mein Schrei erschütterte die Manifeste des Krankenhauses und einen kurzen Augenblick lang stand die Zeit still. Ich dachte, naiv, wie ich war, ich könnte sie für ewig anhalten, allem Einhalt gebieten und mir und der Welt das Leid ersparen, aber es gelang mir nur für einen Pico-Bruchteil einer Zeiteinheit - danach war es um mich geschehen!
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2 Antworten auf Plattform für Online-Irre

  1. Sabienes sagt:

    Es gibt ja erstaunlich viele Paare, die sich auf solchen Plattformen kennengelernt haben.
    Der Ball der einsamen Herzen findet im Zeitalter web2.0 im Äther statt.
    Schlecht ist das nicht. Aber man muss noch mehr Frösche küssen, als anderswo.
    LG
    Sabienes

    • sputtins sagt:

      Salve, Namensschwester!
      Nur tummeln sich zwischen den “ungeküssten, potentiellen Prinzen” derart viele fiese Kröten, die nur auf Küsse und dergl. warten, dass diese “artige” Art der Suche als Sucht entartet ausarten kann…hihi… mache ja vll. eine “Serie mit Verifikationscharakter” daraus… auf meiner Unterseite http://kosmolyth.frankfutt.de/ habe ich ja bereits einige Chats publiziert…
      Greetz
      Sabine

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